Herstellung von Visierfolien durch Stanzen oder Bohren

Visierfolien können schnell durch Stanzung in Form gebracht und gelocht werden.

Dazu haben wir einen Test mit der Druckerei Rüss in Potsdam unternommen.
Befürchtet wurde, dass die Folien durch elektrostatische Aufladung aneinander haften könnten. In großen Maschinen wird das durch Beblasen mit ionisierter Luft verhindert, was in der zur Frage kommenden Maschine nicht möglich ist.

Mit einem 100er Stabel der PET-Folien von Bleyer (?) gab es jedoch keine Probleme.

Die Herstellung einer geeigneten Stanzform würde ca 3 Tage dauern und 200€ kosten.

Sollte eine größere Menge Folien hergestellt werden sollen, wäre dies eine effektive Möglichkeit.

Einziger Nachteil dieser Methode: die Folien hätten kleine Schleifspuren. Beim Tragen so behandelter Folien gab es jedoch keine optische Beeinträchtigung.

Sollte dieser Weg gewählt werden, wäre eine kombinierte 868 und 888-Lochung ratsam.

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Gibt es einen Grund, warum auf 888er Lochung und bei einem anderen Modell auf 868er gesetzt wird?

888 passt besser für A4. Viele wollen breitere Visiere und das Spritzguss-Design ist für 888.

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Wir konnten in der Druckerei Rüss auf einer “Schmitz Katze” sehr schnell Löcher in die Folien bohren (0.5 h mit Einrichtung für 1000 Folien. Ohne Einrichtung keine 5min).

So ein Gerät sollte in vielen Druckereien zu finden sein.

Die kleinere Alternative dazu ist ein Doppellocher (gibt es bei Amazon). Dafür muss aber jedes Blatt einzeln angefasst werden.

Wenn klar ist, wer viele Folien liefern kann, kann in ca 3 Tagen ein Stanzwerkzeug gebaut werden, dass die Folien locht und in Form bringt.
Es gibt dann minimale Kratzer auf den Folien, die beim Nutzen aber nicht stören.

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